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Die neuen "Engel des Friedens" ...

Schwarz(b)rot für alle! -

Tschüss Olaf, wir sind wieder wer!



(Quelle: Wirtschaftswoche 9.4.2025)


Der gefallene, ehemals rebellische und friedliche Engel kümmert
sich - aus Angst und Sorge - nicht mehr um Ethik und Moral.

Der Höllensturz des "gefallenen" Friedensengels

Er, der starke Mann, "an und für sich", schießt nun einmal gerne
aus seiner Hüfte, weil er sich dort am allermeisten bedroht fühlt.

Den Engel des Friedens kann er sich, der Mann und Soldat,
wahrscheinlich wohl nur noch armiert, wenn auch ganz
feminin und erotisch erträumt, vorstellen, und er will dabei
ganz Retter und Held sein, was man ihm ansonsten so oft
und gerne im zivilen Alltag versagt.


Der Abenteuerurlaub im Feld, der gefällt, wenn auch nicht später,
und vor allem am "Ende" nicht, wenn "Mann" dann vielleicht
sogar
ganz fehlen und fallen sollte.

Er/Sie, der militärisch gedachte Engel des Friedens steht immer
als Hoffnung an seiner männlichen "rechten" Seite, und ihn
gilt es deshalb auch zu ver"schützen"-panzern.

Die größten Verluste an toten Soldaten haben groteskerweise
die Russen selbst zu tragen. Und weil eben oft die Täter zugleich
auch die Opfer sind, ist die entscheidende Hoffnung auf Frieden -
neben dem aufopferungsvollen Verteidigungskampf der ukrainischen
Soldaten - auch die Besinnung der Russen auf ihre tatsächlichen
familiären Grabbeigaben zu Putins verbrecherischer Zerstörung
von Menschen und ihren Behausungen in der Ukraine, im Namen
eines Rußlands, das es so, ohne ihn, gar nicht gäbe.

Der deutsche Doppel-Wumms-Zauderer geht nun, und der Ja-Sager
zu weiterem Krieg und Vertreibung von Flüchtlingen kommt.

Man gönnt solchen Männern ihres Zapfens Streich; den auch die
vermännlichte Kanzlerin bei ihrem Abgang genießen durfte.

Sie, die Frau Merkel, aber war während ihrer Amtszeit zumindest
gegenüber jedem Verdacht der Korruption erhaben, und sie stand
auch als Person für all das sehr ehrlich ein, was sie am Ende
tatsächlich versäumt und verschlafen hat. Wir alle haben sie aber,
als "Demokraten", dabei auch ebenso wohlstandsmüde gerne
begleitet, und haben insofern heute kein Recht ihr die klobigen
Steine der "Rache" für das neue Deutschland im sozial trockenen
Winter nachzuwerfen. Vergessen ist dabei natürlich auch ihre
kriegerische Seite, mit der sie die Amerikaner beim Einmarsch
in den Irak damals unbedingt unterstützen wollte.

Schade auch, dass unsere Sausen-Ministerin am Ende ihrer
Amtszeit nur noch die folgenden Worte gefunden hat: "Es war mir
eine Ehre!"
. Mehr Respekt hätte ich dann gehabt, wenn sie
wenigstens einmal auch zugegeben hätte, dass ihr das Amt vor
allem nur eine Karri(ehre) gewesen ist.

Es war ihr dann wohl auch eine solche, unnötigerweise die
ansonsten so überschaubare "heile" Deutsche Welt und den
Aufbruchs-Karren Europa, eben gerade "ohne" ihr eigenes
profiliertes und diplomatisches Zutun (was man von einer Ministerin
eigentlich hätte erwarten können) unnötigerweise endgültig in den
Dreck gefahren zu haben; gemeinsam natürlich mit dem von mir,
trotz seines tragisch politischen Untergangs, immer noch über-
ge"schätz"-ten Habeck und dem Sozialverräter Lindner.

Es hätte in den von uns allen durchlebten bisherigen Krisen doch
eigentlich noch schlimmer kommen können als die alte Koalition,
auch wenn ich inzwischen sogar selbst die aktuelle Schwarz(b)rot
Vermeidungskoalition angesichts der Wahlerfolge der AfD, die man perfider- und dummerweise völlig unangemessen und ängstlich nun zu erfolgreichen Märthyern gemacht hat, für leider "un"umgänglich halte.

Irgendwie tun mir insofern auch alle PolitikerInnen inzwischen leid, die "schicksalshaft" unter unsere voll aufgepumpten deutschen
Wohlstands-Räder und daran geknüpfte Heils-Erwartungen geraten
sind.

Herr Scholz, hören Sie nun Aretha Franklin genau zu, sie hat mit
dem von Ihnen zu Ihrem militärischen Abschluss-Kommers
gewählten Lied wohl doch nicht nur allein den "Respect" als
veritable einzige Lösung der Friedfertigkeit und Menschlichkeit
eingefordert; sondern sie hatte daneben eben auch die nur
mit"nehmenden" Menschen wie Sie im Visier (Sie scheint deshalb
sogar bei Ihren Gesprächen mit den Bankern vor allem in Hamburg
während Ihrer Amtszeit eben doch sehr genau zugehört zu haben;
und tatsächlich gibt es - erkennbar durch Ihren Abschiedswunsch -
also doch auch noch etwas in Ihrem "Herzen", an das selbst ein
"vergesslicher" Kanzler wie Sie sich noch genau erinnern kann -
Respekt also auch dafür! Solche Emotionen hätte man Ihnen
ja gar nicht zugetraut!) Damals wurden Sie sogar von der
wirtschaftsvernarrten FDP noch mit Fragen zu CumEx belästigt.
Das ist jetzt endlich auch für Sie dank Lindner vorbei:

"... I'm about to give you all of my money
And all I'm askin' in return, honey
Is to give me my profits ..."
(ein kleiner Auszug aus den lyrics des
Liedes "respect", das Aretha Franklin
zumindest interpretiert hat)

"Wir hemmen uns selbst mit Bürokratie und Überregulierung", so
Ihre Worte auf dem Deutschen Bankentag in 2024. Recht haben
Sie, die alten Forderungen der Arbeiterbewegung nach Regelungen
des Arbeitsschutzes und klare juristische Regelungen zur
Vermeidung von Wirtschaftsverbrechen und Betrug sind einfach
nur noch ein "alter Hut", und alle wollen jetzt endlich auch neue
Tarnkappen-Bomber samt entsprechender Bomberjacken tragen.

Es stimmt, Herr Scholz, sie haben schon damals richtig gelegen;
denn jetzt also (Endlich in einer Endzeit!) mit der Neuen
Schwarz(b)rot-Regierung werden nun alle "Hemmungen" und
Regelungen zum Schutz von Mensch und Umwelt fallen:
Mehr Geld und ungeregelte, möglichst exorbitante Gewinne für
wenige Privilegierte - vor allem nun auch für das Militär und die
Rüstungsindustrie. Warum haben die anderen PolitikerInnen
und Parteien eigentlich Ihnen nicht schon früher zugehört?

So lobe ich mir die moderne neue, weil ganz alte Seeheimer
sozialdemokratische Politik. Wenn das Desaster eh' schon
vorhanden und insofern kaum zu vermeiden ist, dann sollte man es
auch gleich klug forcieren, damit es auch wirklich alle merkeln.

(kleiner Nachtrag als "Nachlese", unmittelbar von heute früh, am
"Morgen danach": das Seeheimer Fallbeil, vertreten durch das
Klingbeil, in den Augen der taz: Mal wieder ein typisch kluger und
traditionell witziger Titel:)



(Quelle: Die amüsanterweise nur noch
"digital" gedruckte taz von heute.
Der analoge Druck ist doch wohl
auch in der Welt des nur Digitalen
ein gewisser Verlust!)

Sie, Herr nun Ex-Kanzler, sind doch der eigentliche Ghostwriter des
Doppel-Wumms auf allen Straßen und Gassen der Weltgeschichte.
Weder Sie noch Frau Merkel sind dabei sicherlich die ver"antwort"
lichen Drama-Queens. Das haben Sie sehr klug den neuen Diktat-
Ohren des "populi"Islamistischen fundamentotalen Lebens über-
lassen.

Und trotzdem gibt es zum Abschluß auch etwas was ich Ihnen
persönlich am Ende Ihrer Amtszeit hoch anrechne!

Sie haben die gleiche falsche Zögerlichkeit, die sie bei der sozialen
und kulturellen Erneuerung von Deutschland an den Tag gelegt
haben, aus gutem Grund (auch bei einem allzu raschen Schritt der
Nato und des Militärs in Richtung auf den europäischen Osten)
eine gewisse zögernde Bedachtsamkeit - auch gegen den Spott
und die Unkenrufe der "Alles-Sofort-Verteidiger" - gezeigt.

Dafür danke ich Ihnen ehrlich und persönlich!

Sie haben insofern einen nicht unerheblichen Beitrag dazu
geleistet, dass ein solch gravierender, aber immer noch regionaler
Konflikt nicht zu einem allumfassenden Weltkrieg geworden ist.

Solche Prognosen überlassen wir beide dann sicher eher doch
einem rechthaberischen Joschka Fischer, der früher schon
gerne zu den durchgeknallten reinen Angstmachern gehört hat;
auch wenn der wiederum mit seinem Kampf für den Nichteintritt
Deutschlands in den zweiten Irak-Krieg damals dennoch eine
hervorragende Arbeit geleistet hat. Nicht dumpfe diffuse Angst
sondern klug gewählte Furcht vor (und die notwendigen
Konsequenzen daraus) sind das Gebot der Stunde, auch wenn
ein fundamentalistischer Pazifist wie ich darüber hinaus niemals
gänzlich einer Meinung mit Ihresgleichen sein wird.

Für mich persönlich stirbt die Hoffnung schon deshalb nicht zuletzt,
weil ich wahrscheinlich deutlich früher das Zeitliche segnen werde,
bevor die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Akteure der
Menschheit dann wirklich die Wohlstandsreserven begreifen, die in
einem allumfassenden militärfreien Frieden liegen könnten.

"I had a dream!", und wer heute noch träumt, der sollte nach
Helmut Schmidt ja eher, wie immer wieder gerne wiederholt, als ein
weltfremder Neurotiker sofort den nächsten Arzt aufsuchen, was
ich übrigens deshalb am morgigen Nachmittag, wenn auch aus ganz
anderen Gründen, zu meiner eigenen Ehrenrettung, auch ohne den
militärischen Zapfenstreich, noch machen werde.


... eben Herr Feldwebel, so ist das, wenn Mann als Mann
nur noch ... mit dem Schwanz wedeln kann ...

Waidmanns Heil!
Schwarz(b)rot voran!
Seid bereit! ... Immer bereit!